Welches sind die wichtigsten Lebensthemen? Liebe ist wohl eines (daher gibt es Liebewohl), Glück ist wohl ein anderes wichtiges, und daher gibt auch die Webseite gluecksarchiv.de: Die Website über alles, was mit "glücklich sein" zu tun hat.
Versuche, den Begriff "Liebe" zu definieren, werden
leicht unübersichtlich:
Da wird unterschieden zwischen den Liebesobjekten (Partnerliebe, familiäre
Liebe, Nächstenliebe, Selbstliebe, Objektliebe, Ideenliebe, Gottesliebe oder
auch die "objektlose Liebe"), und auch bei der Partnerliebe wird
differenziert zwischen der spielerisch-sexuellen Liebe ("ludus"), der
besitzergreifenden Liebe ("mania") und der auf Vernunftsgründen basierenden
Liebe ("pragma").
Bei diesen vielen Liebesarten stellt sich
vielleicht die Frage ein: Gibt es in der Partnerliebe Formen einer
Liebesbeziehung, die für die Partnerschaft und für beide Partner gut sind
und die Partnerschaft stützen? Der Beziehungsforscher und Eheberater Hans
Jellouschek meint "Ja" und führt das in seinem Buch "Die Kunst als Paar zu
leben" näher aus. Zusammenfassend lässt sich dazu sagen:
Vielfach
entwickelt sich zu Beginnn einer Liebesbeziehung die sog. "Romantische
Liebe" (von Jellouschek eher als "neo-romantisches Liebesideal" bezeichnet).
Zu Verstehen ist darunter eine "leidenschaftliche, umfassend
geistig-gefühlsmäßig-sexuelle Zuneigung zwischen Mann und Frau" (zitiert
nach
Herrad Schenk: "Freie Liebe - wilde Ehe"). Obwohl es vielleicht
wünschenswert wäre, diese romantische Liebe auf Dauer zu erleben, sieht die
Realität bei den meisten Paaren jedoch anders aus: Das Erleben verändert
sich im Laufe der Zeit, die rosaroten Wolken verschwinden, die Intensität
der Gefühle läßt nach.
Um die Partnerschaft auf Dauer
aufrechtzuerhalten, ist es daher erforderlich, die "romantische Liebe" zu
transformieren in eine "Liebende Begegnung", in der die Partner einerseits
an der Beziehung aktiv arbeiten, z.B. in dem Probleme angesprochen und
bearbeitet werden, Gemeinsamkeiten kultiviert werden, die Partner
füreinander da sind und sich umeinander kümmern. Andererseits soll auch das
Spielerische, das was gemeinsam mit dem Partner erfahren werden kann nicht
zu kurz kommen, z.B. in Zärtlichkeiten, Sexualität, dem Geborgensein des
Zusammenseins, der gemeinsamen Umsetzung von Phantasien, Wünschen oder
Bedürfnissen.
Gelingt dieser Prozess und das Er-Leben dieser Anteile
in der Beziehung, kann sie auf Dauer funktionieren und die Liebe bleibt.
Neben der romantischen Liebe und der liebenden Begegnung gibt es noch
weitere Formen von Liebesbeziehungen, von denen Jellouschek einige aufzählt,
z.B.
Jeder dieser Formen birgt seiner Meingung nach Gefahren für die Beziehung, beispielsweise weil sie nicht ausgewogen sind oder weil Sexualität als einzige Basis einer Beziehung auf Dauer meistens nicht ausreichend ist.